Unterwegs: Restoran Ponistra in Essen
Gestern waren wir mal wieder unterwegs
Und nachdem ich online schonmal vom Restoran Ponistra gelesen hatte, wurde das kurzerhand ausprobiert. Wir hatten Glück, daß wir spontan mit 6 Personen noch einen Tisch bekamen, etwas später wäre das womöglich nicht mehr geglückt
Zumal es nicht allzu viele Tische gibt, also die Empfehlung: Tisch reservieren, vor allem wenn man nicht schon früh essen möchte.
Das Restaurant bezeichnet sich selbst als Vollwertrestaurant mit dem Slogan “Kreative Kochkunst mit frischen naturbelassenen Lebensmitteln”. Insgesamt zeigt sich diese Einstellung auch in der Speisekarte – es gab eine Tageskarte, abhängig davon, was frisch in guter Qualität verfügbar war und eine – für wirklich frische Küche passend umfangreiche – Karte mit vegetarischen sowie Steakgerichten, bei den Fischgerichten ist auf die Tagesangebote verwiesen. Außerdem gibt es natürlich auch Desserts. Wer in der Getränkekarte Cola & Co. sucht, ist definitiv am falschen Ort, aber die Auswahl ist trotzdem groß
Bei den vegetarischen Gerichten ist mir aufgefallen, daß überall in der “Kartenversion” Käse enthalten ist – ein erster Hinweis darauf, daß die – als Begriff ohnehin nicht geschützte – Definition von “Vollwert” nicht so streng ausgelegt ist, wie die der GGB. Dort hätte ich dann mindestens ein “tiereiweißfreies” Gericht auf der Karte erwartet (auf der Mittagskarte gibt es ein paar…). Aber da ja alles frisch ist, konnte ich mir die Grünkernrouladen mit Birnen-Gorgonzola-Sauce nach Birnen-Paprikaschaum-Sauce ändern lassen, was sehr gut geschmeckt hat
Vorweg gab es noch eine Vorspeise: Lauch-Melone-Gemüse-Suppe. In der Karte als “scharf” gekennzeichnet, fand ich sie trotz zu erkennender Chilistücke eher angenehm pikant, auf jeden Fall sehr lecker und schön heiß. Genau richtig nach dem kalten Schmuddelwetter draußen
Nachtisch gab es dann auch noch – zum Kaffee löste sich dann auch die Frage nach dem verwendeten Süßungsmittel. Ich weiß jetzt nicht mehr, wie das krümelige, hellbraune Pulver hieß, aber es war wohl getrockneter Zuckerrohrsaft. “Kokoszucker” (aus Kokosblütennektar hergestellt) bekamen wir auch noch zum Probieren. Beides sicher nicht GGB-konform, aber immer noch wie ich finde viel besser als das, was man sonst so serviert bekommt. Die anderen hatten jeweils Dessert bestellt, und damit keiner Zuschauen muß, haben wir auch noch eine kleine Prbierportion vom Tiramisu bekommen, das wirklich gut war. Mehr wäre meinen entwöhnten Geschmacksnerven aber dann auch doch zu süß geworden. Erläuterung zum Brot (gab es ganz am Anfang) und dem Teig vom Tiramisu war dann auch noch dabei: Es wird Dinkelvollkornmehl verwendet – ob frisch gemahlen oder nicht, habe ich dann aber nicht gefragt.
Der Service war gut und aufmerksam, und die Preise für frische Küche und Bioqualität angemessen, zumal es z.B. noch die Probierversion vom Tiramisu gab
Das war bestimmt nicht der letzte Besuch dort.


CO2-neutral